UI und UX – Wo liegt der Unterschied?

Gerne werden UI und UX verglichen, dabei ist dies unmöglich - da beide Disziplinen nicht konträrer sein könnten. Es ist als würde man die Farbe Rot mit ihrer chemischen Zusammensetzung vergleichen.

Das User Interface – UI

Es ist die Maske für das was Sie anbieten, sei es eine Website, eine App oder gar eine Anzeige Ihrer Kaffeemaschine. Es sind Buttons, Icons, der Seitenaufbau, Fenster, Taskleiste und Farbschemen. Kurz gesagt: die UI Elemente.

Was ist die Aufgabe des UI?

Die Aufgabe des UI ist es, Sie oder Ihre User unbemerkt durch die Website zu führen. Es soll unkompliziert und doch visuell ansprechend sein, damit keine große Rätselei ausgelöst wird, nur um von A nach B zu gelangen.

Dazu werden Design-Pattern benutzt, damit sich die Umgebung vertraut und ein Stückchen wie zuhause anfühlt. Das erfreut Sie und Ihre User, da sie Ihre Anwendung gerne benutzen.

Vor allem ist das Interface ein Wiedererkennungsmerkmal. Es werden die Visuellen Effekte einer Marke übertragen, dass das Design durchgängig, zusammenhängend und ästhetisch erscheint.

UX – Die User Experience

Wie der Name schon sagt, dreht sich bei der User Experience (Nutzer Erlebnis) alles um Sie. Genau Sie!

Es wird geforscht, um Ihnen und anderen Nutzern, die Benutzung von Apps und Webseiten noch einfacher zu machen. Wodurch das ideale Kundenerlebnis geschaffen werden soll.

  • Wie erlebt ein User welche Seiten?
  • Ist diese Seite zu kompliziert?
  • Finden sich die User zurecht?
  • Wie wird die Anwendung genutzt?

... und viele weitere Fragen stellt sich ein UX-Designer.
Es werden Informationen gesammelt, um die verschiedenen Benutzertypen zu bestimmen, wodurch dann erkannt werden kann, was benötigt wird, um den Nutzern ein noch besseres Kundenerlebnis zu bereiten.

Es ist ein Prozess des Entwickelns und Weiterentwickelns der Qualität der Interaktionen zwischen dem User und all den Facetten der Anwendung. Grundsätzlich ist es eine nicht-digitale Ausübung, aber benutzt und definiert wird es hauptsächlich von digitalen Industrien.

Aber Achtung - Bei UX geht es nicht ums Aussehen. Es geht viel mehr darum, das Leben in Apps und Websites einfacher, bequemer, effizienter zu machen.

UX-Designer benötigen sehr viel Strategie, Informationen, Planerisches Können und Wissen über Interaktionsdesign.
 

UI und UX – Nur gemeinsam sind sie stark

Man muss verstehen, dass keines von beiden eine wichtigere oder unwichtigere Rolle spielt, beide werden unbedingt benötigt, um eine gut funktionierende Anwendung zu entwickeln und am Laufen zu halten.

Keines kann ohne das andere!

Ein Beispiel für Sie:

Sie haben eine gut durchdachte und für Anwender erfolgsversprechende Idee, allerdings eine grauenvolle Umsetzung.
Wie beispielsweise: Gelbe Schrift auf weißem Hintergrund oder Buttons, die so dicht an einander kleben, so dass man immer den Falschen erwischt.

Das ist Gutes UX mit schlechtem UI!

Oder umgekehrt:

Sie haben sich künstlerisch ausgetobt und ein Visuelles Meisterwerk geschaffen, allerdings ist es unglaublich kompliziert und umständlich zu bedienen.

Wie ein schöner Kuchen, der furchtbar schmeckt.

Ein Produkt kann trotz einer schlechten UI funktionieren, allerdings nicht anders herum.
Sie gleichen einander aus und machen eine Sache schön rund.